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Spielfeld-Tuning 3: das Spielfeld gegen Durchhängen stabilisieren

::: Ein echtes k.o.-Kriterium Bei
billigen Kickertischen kann man mit vielen Einschränkungen leben:
Ein durchhängendes Spielfeld gehört nicht dazu. Nicht viele
Mängel sind so ärgerlich wie ein Spielfeld, auf dem der Ball
niemals dort liegen bleibt, wo er liegen bleiben soll. Kann man bei
einem Gefälle Richtung Tischmitte das Weiterleiten des Balles von
Figur zu Figur noch darauf einstellen, ständig gegen einen Berg
anzuspielen, lassen sich Schusstechniken wie Zieher und Schieber oder
Übersteiger unter solchen Voraussetzungen gar nicht mehr
spielen. Was kann man also tun?
::: Gründe für das Durchhängen Spielfelder
hängen in der Regel durch, weil das Material zu schwach ist.
Erschwerend kommt hinzu, dass die nahtlosen Eckenanhebungen (wenn
vorhanden) üblicherweise dadurch erreicht werden, dass das Spielfeld in den Ecken nach oben gebogen und an entsprechenden Fräsungen im
Korpus befestigt wird. Die dadurch entstehende Spannung auf der
Spielfeldplatte gleicht das Material dann dadurch aus, dass es sich zur
Tischmitte hin nach unten wölbt. Auch die unter dem Spielfeld
laufenden Gewindestangen auf dem abgebildeten Kicker reichen nicht aus,
diese Wölbung zu verhindern.
::: Das Material verstärken Abhilfe
kann man schaffen, indem man eine zusätzliche MDF-Platte unter das
Spielfeld klebt. Dazu kann man Holzleim verwenden (nur, wenn
tatsächlich rohes MDF miteinander verklebt werden soll). Holzleim
muss unter Druck abbinden, um seine ganze Klebekraft zu entwickeln. Da
es nicht einfach ist, auf einer so großen Fläche Druck
auszuüben (wer hat schon eine Plattenpresse im Keller?), kann
man alternativ Pattex verwenden. Beide zu verklebenden Teile werden dann
mit Pattex bestrichen. Dazu nimmt man einen Zahnspachtel, wie er bei
manchen Pattex-Dosen im Deckel eingeklemmt ist - am besten direkt beim
Kauf darauf achten, eine Dose mit Spachtel zu erwischen. Ganz wichtig:
Das Pattex muss gleichmäßig und überall,
aber dünn - weil dieser Punkt wirklich wichtig ist, betone ich
ihn gerne noch einmal: dünn! - aufgestrichen werden. Wir
fahren also mit dem Zahnspachtel spürbar über den
Untergrund - so, wie eben mit Zahnspachteln gearbeitet wird. Ist die
Kleberschicht zu dick, kann es nämlich passieren (und
Teilnehmern aus dem Forum auf tischfussball-online.com
ist das schon passiert), dass sich die Kleberschichten wie Kaugummi
ziehen, wenn sie belastet werden. Nach den Antrocknen des Klebers
werden
Spielfeld und Trägerplatte dann aufeinander gelegt und kurz,
aber mit möglichst viel Druck aufeinander gepresst. Wenn die
Gewindestangen einer Spielfeldverstärkung im Weg sind und diese
nicht versetzt werden sollen (was ja bedeutet, dass man
zusätzliche Löcher in der Korpus-Außenseite sieht),
spricht nichts dagegen, statt einer großen zwei oder drei kleine
Platten aufzukleben.
::: Eine Querstrebe einbauen Neben
der Verstärkung des Materials kann man zusätzlich
überlegen, ob man eine Querstrebe einbauen möchte, die dabei
hilft, das Durchhängen des Spielfeldes zu vermeiden - siehe Bild. Weitere Informationengibt es: hier.
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