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Lagerkoller? - Kugellager
gegen Gleitlager tauschen

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Kugellager-Ärger Sehr
viele billige Kickertische sind mit Kugellagern ausgestattet,
was auf den ersten Blick wie eine hochwertige Lösung
aussieht
- schließlich wird jeder Laie vermuten, dass Kugellager
gegenüber Gleitlagern die qualitativ bessere
Lösung darstellen.
Das Problem: In billigen Kickertischen werden billige
Kugellager
verbaut. Weder bleiben diese Lager sehr lange leichtgängig
(wie
schnell lassen sich eigentlich aus den verbauten Kugeln Würfel
machen?), noch überzeugt oft das von Anfang an
erhebliche
Spiel im Lager, das ein präzises Spielgefühl nicht
aufkommen
lässt.
::: Alternativen Der
Einbau besserer Kugellager wäre eine Lösung
für das
beschriebene Problem - ein Satz hochwertiger Lager, wie sie im
Garlando-Tisch verbaut sind, kostet aber
alleine ungefähr 100
Euro. Die gute Nachricht: es geht auch billiger. Die deutschen
Premium-Tische von Lehmacher und Leonhart sind - ebenso wie der
amerikanische Tornado-Tisch, der manchmal als qalitatives "Highend"
unter den Kickertischen angeführt wird - ohnehin nicht mit
Kugellagern, sondern mit Gleitlagern ausgestattet, die in guter
Qualität nur den Bruchteil eines guten Kugellagers
kosten. Ein einfaches Gleitlager wird normalerweise von außen
in
die genau passende Lagerbohrung gesteckt und dann mit 3 bis 4 Schrauben
befestigt. Auf der Innenseite der Seitenwand wird eine Rosette
angeschraubt, die aber für die Stangenführung selbst
keine
Funktion hat - siehe Bild. Daneben gibt es auch etwas
aufwändiger
konstruierte Gleitlager, bei denen Innen- und Außenteil durch
Gewinde oder Schrauben miteinander verbunden sind.
::: Auf der Suche nach dem richtigen Lager -
Außendurchmesser ... Wie finden wir die richtigen Lager? Gleitlager
gibt es in verschiedenen Abmessungen. Zu beachten
wäre zunächst einmal, wie groß die Lagerbohrung ist - danach richtet sich das
Außenmaß der Flansch, die in die Lagerbohrung
eingeführt
wird. Dies wird wohl das entscheidende Kriterium für die
Auswahl
sein müssen, da es unter Umständen gar nicht so
einfach ist,
überhaupt passende Lager zu finden: Bohrungen für
Kugellager
sind in der Regel um einiges größer, als wir es
für
Gleitlager brauchen können. Manchmal
hilft es dann, das Lager auf der Innenseite der
Seitenwand zu montieren (und dafür die Rosette
außen), wenn
die Bohrung für die Stangendurchführung das richtige
Maß hat, während die Bohrung auf der Außenseite für
das Lager viel zu groß wäre. Hier hilft es
also nur,
nachzumessen und anschließend nach einem passenden Lager zu
suchen. Die übliche Bauform der Gleitlager weist
Außendurchmesser zwischen 25 und 27,5 mm auf. Bei
Kneipensportler.de gibt
es allerdings auch Lager mit 36 mm-Flansch, die optimal
für den Einsatz in vielen Kugellager-Bohrungen geeignet sind: hier.
Eine Maßübersicht über die mir
persönlich
bekannten Lager gibt es:
hier.
::: ... und Innendurchmesser Auch
beim Innenmaß unterscheiden sich die Gleitlager.
Während
Lager für "echte" 16 mm-Stangen in der Regel etwa 16,5 mm
Innenmaß haben, weisen die Lager für 5/8
Zoll-Stangen (das
entspricht rechnerisch 15,875 mm) in der Regel ein
Innenmaß
von nur 16,1 mm oder 16,2 mm auf. Für Stangen mit echten 16 mm
Durchmesser sind solche Lager in der Regel zu eng, um wirklich auf
Dauer einen leichtgängigen Stangenlauf zu
gewährleisten, denn
in den Lagern setzt sich nach und nach einiges an Schmutz ab. Dies gilt
besonders, wenn die Stangen mit Pronto geschmiert werden. Findet man
keine anderen Lager mit passendem Außendurchmesser, kann man
die
Lager innen mit Schleifpapier (Korn 150 oder 180, mit Korn 240 bis 600
oder Lackreiniger glattschleifen) ganz gut etwas weiten - dann aber
bitte darauf achten, dass möglichst keine Schleifmittelreste
im
Lager zurückbleiben. In Lagern mit 16,5 mm Innendurchmesser
haben
umgekehrt 5/8 Zoll-Stangen relativ viel Spiel - was nicht o ptimal, aber
sicher besser als nichts ist. Passt keines der "normalen" Gleitlager,
kann man vielleicht ausprobieren, ob man mit Lehmacher-Lagern oder
Fireball-Lagern etwas ausrichten kann - mit Maßen kann ich
hier
allerdings nicht dienen. - Kneipensportler.de
zeigt im Online-Shop Lager in
verschiedenen Abmessungen und Ausführungen: hier.
::: Demontage und Montage Wie
werden Kugellager ausgebaut? In der Regel sind die Kugellager einfach
zusammengesteckt (was dazu führt, dass sie auch schon einmal
von
selber auseinanderfallen können, wenn sich das Material
weitet).
Wo die
Kugellagerhälften innen zusammenstoßen, kann eine
Kante
erfühlt werden. Hier kann eine passende Nuss aus dem
Werkzeugkasten (oder ein anderes passendes Rohr- oder
Stangenstück) angesetzt und das Lager mit kräftigen
Hammerschlägen in seine zwei Hälften
auseinandergesprengt
werden - siehe auch nebenstehende Schemazeichnung.
Anschließend können die Gleitlager und die
Rosetten
montiert werden. Wie üblich empfiehlt es sich,
die Schraubenlöcher vorzubohren. Problematisch wird es, wenn
keine
Lager zur Verfügung stehen, die die Lagerbohrungen wirklich
ausfüllen. Die
oft als Korpusmaterial verwendete Mitteldichte Faserplatte (MDF)
erlaubt nämlich keine sehr belastbaren Verschraubungen, da
Schrauben in dem sehr kleinfaserigen Material keinen allzu guten Halt
finden.
Bei dieser Ausgangslage sollte doch versucht werden, die Lager
dann in irgendeiner Weise so zu unterfüttern, dass sie selbst
schon so fest in den Lagerbohrungen sitzen, dass die Schrauben
nicht die ganze Belastung aushalten müssen. Von Silikon bis
hin zu
selbstgedrehten Adapterringen (sofern entsprechende Beziehungen oder
eigene Kenntnisse bestehen) sind hier viele Lösungen denkbar.
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