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Projekt
::: Vorbereitung
::: Bauablauf
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Seitenteile 1:
Lager-
bohrungen und Verstärkung der Seitenwände im
Torkasten-
bereich
::: Rohbau der Seitenteile
Auf dieser Seite geht es um den Rohbau der Seitenteile bis zu dem
Punkt, an dem die Position der Torkästen auf den Seitenteilen
festgelegt werden kann. Im ersten Schritt sind dazu die Löcher
für
die Stangenlager zu fräsen. Zweiter Schritt: Nach dem
Baukonzept wird
die Bande im Spielfeldbereich mit einem 8 mm starken Laminat beklebt -
diese Verstärkung der Seitenwand ist im Bereich der
Torkästen
fortzuführen, um eine überall gleich starke
Seitenwand ohne
Versprünge zu erhalten.
::: Schritt 1 - Lagerbohrungen
Bei der
Anfertigung der Lagerbohrungen in den Seitenteilen lauern einige
üble Fallen - in einige bin ich prompt hineingetappt. Dass -
wie
schon berichtet - nach der Hälfte der Bohrungen die
Oberfräse
mit Motorschaden aufgibt, ist nicht steuerbar, aber für ein
optimales Ergebnis wenig förderlich. Andere Probleme
sind vermeidbar - wenn man sie denn einmal erkannt hat. Kurz:
So,
wie ich die Lagerbohrungen gemacht habe, sollte man sie besser nicht
machen, weil das Heimwerker-Werkzeug dafür wenig geeignet ist.
Deshalb gibt es auf dieser Seite auch nur wenige Bilder von den
Arbeitsschritten zu sehen. Immerhin lässt sich aber aus den
gesammelten Erfahrungen ableiten, wie man besser vorgegangen
wäre.
Zuerst also ein Bericht über die Fallstricke, dann die
Folgerungen.
::: Wie es nicht geht ... Zuerst ein allgemeiner
Hinweis:
Bei der Verwendung von Multiplex
sollte darauf geachtet werden, dass beim fertigen Kickertisch jeweils
die "schönen" Seiten außen liegen -
handelsübliches Multiplex hat nämlich je nach
Qualitätsstufe eine hochwertig und eine weniger hochwertig
furnierte Seite. Letztere kann durchaus Fehler und Flickstellen
aufweisen. Dann zu den Problemen beim Einsatz einer Oberfräse
mit
Kopierhülse: Der Einsatz einer Schablone erreicht ihren Zweck
natürlich nur,
wenn die Schablone auf
beiden Bauteilen so aufgelegt wird, dass die
sich später gegenüberliegenden Lagerbohrungen mit dem
jeweils gleichen Loch der Schablone gefräst werden. Das kann
man - theoretisch - erreichen, indem man beide Seitenteile exakt
ausgerichtet und mit den richtigen Seiten (Außenseite auf
Außenseite oder Innenseite auf Innenseite) aufeinanderlegt
und
dann beide Seitenteile gleichzeitig fräst. Mit einer normalen
Heimwerker-Oberfräse funktioniert genau das allerdings nicht,
weil
eine solche Oberfräse bei montierter Kopierhülse und
aufgelegter Schablone gar nicht den Fräskorbhub und die
Fräserlänge hat, in einem Arbeitsgang auch nur durch
die
erste der 21 mm starken Multiplexplatten plus
Schablonendicke komplett durch zu fräsen.
::: Der
bessere Weg Hier der bessere Weg:
- die
beiden Seitenteile kantenbündig und mit den richtigen Seiten
aufeinanderlegen, dann auf der Oberkante beider Teile die Mitte
markieren
- auf der Oberkante der Schablone die Mitte
markieren
- Schablone
auf Außenseite der ersten Seitenwand legen, dabei die
Mittemarkierungen in Deckung bringen und Oberkante der Schablone sauber
an Oberkante der Seitenwand ausrichten
- alle
Lagerlöcher bis zur möglichen Tiefe fräsen -
bei 21 mm
Multiplex wird es je nach Oberfräsen-Modell nicht
möglich
sein, komplett durch zu fräsen
- Schablone
entfernen, falls erforderlich Seitenwand auf die andere Seite drehen
und im Bereich der
Lagerlöcher mit einem dickeren Holzbohrer ganz durchbohren
- die Bohrung mit einem
Bündigfräser auf die eigentliche
Lochgröße erweitern
- die Arbeitsschritte mit der zweiten Seitenwand
wiederholen
Und noch eine alternative Möglichkeit: nachdem die
Lagerlöcher in der ersten Seitenwand erfolgreich
fertiggestellt
sind, mit einem dicken Holzbohrer die zweite Seitenwand vorbohren,
anschließend die beiden Seitenwände richtig
zusammenlegen
und mit dem Bündigfräser die Löcher in der
zweiten
Seitenwand fertig fräsen. Die Führungsrolle des
Bündigfräsers überträgt dabei die
Lochform vom
fertigen Bauteil auf die zu fräsende zweite Seitenwand. Das
sollte
auch funktionieren ...
::: Mein
eigenes Ergebnis Der Vollständigkeit
halber noch einige Worte zu meinem eigenen Ergebnis.
Durch die Notwendigkeit, die Schablone auf halbem Weg noch einmal
umzuarbeiten und die unpraktikable Fräsidee ist das Ergebnis
nicht
so optimal ausgefallen, wie man es vom Einsatz einer Schablone
eigentlich erhofft. Hinzu kommt, dass trotz erfolgreichem
Probedurchgang die mit der
überarbeiteten Schablone gefrästen Löcher
etwas zu
groß geraten sind. Es ist also wieder ein wenig Fummelei
angesagt. Nach den Erfahrungen mit den Tischen 1 und 2 bin ich aber
ziemlich sicher, dass am fertigen Tisch niemand irgendwelche
spürbaren Ungenauigkeiten bemängeln wird ...
::: Schritt 2 - Bandenbeschichtung
Wie eingangs bereits beschrieben, wird die Seitenwand auf der
Innenseite im Spielfeldbereich eine Beschichtung aus
Fußboden-Laminat erhalten. Die damit verbundene
Verstärkung
der Seitenwand in diesem Bereich um 8 mm muss sich natürlich
auch
im Torkastenbereich fortsetzen, damit die Seitenwand an der Ober- und
Seitenkante überall die gleiche Stärke hat. Bei
meinem
Projekt no 2 habe ich dazu einfach das Fußbodenlaminat im
Bereich
der Torkästen weitergeklebt (siehe: hier).
Weil bei no 3 die Kanten sichtbar bleiben, soll bei diesem Tisch statt
dessen in diesen Bereichen Multiplex aufgeleimt werden. Da es Multiplex
in 8 mm Stärke nicht gibt, habe ich zwei passende Brettchen
von je
4 mm Stärke verwendet. Übrigens hat diese
Vorgehensweise
einen höchst erwünschten Nebeneffekt: Die Kante
dieser
Aufleimung ist gleichzeitig die Kante, an der die Torkästen
bei
der Festlegung ihrer Montageposition auf den Seitenwänden
sauber
ausgerichtet werden können!
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